31.3.03
50 Prozent von intravenösen Injektionen fehlerhaft
Erstaunlich.
Spermien haben Riecher für die Eizelle
Noch immer vermögen es Wissenschaftler nicht, eine der zentralen Voraussetzung der menschlichen Existenz zu erklären: Das Zusammentreffen von Samenzelle und Eizelle im Eileiter. Kürzlich meinten Forscher aus Israel einen Wärmedetektor auf der Oberfläche der Spermien nachgewiesen zu haben (Nature Medicine 2003; 9: 149150, wir berichteten). Jetzt glaubt ein deutsch-amerikanisches Forscherteam in Science (2003: 299: 2054-2058), dass die Spermatozyten vom Duft der Eizelle angezogen werden.
Die Studien von Marc Spehr von der Ruhr-Universität Bochum und Richard Zimmer von der Universität von Kalifornien in Los Angeles zeigen, dass keine andere Chemikalie Spermien so stark anzieht wie das Aromat Bourgeonal, das auch in Parfums vorhanden ist. Der Duft wird von der Parfumindustrie als "aquatisch, floral, maiglöckchenartig, grün" beschrieben. Die Forscher haben jetzt auch einen Rezeptor (hOR17-4) für Bourgeonal auf den Spermien ausgemacht. Dies spricht dafür, dass die Eizelle eine mit Bourgeonal verwandte Substanz herstellt. Allerdings ist es den Forschern bisher nicht gelungen, eine derartige Chemikalie in der Eizelle oder anderswo im Körper zu finden.
Die Ergebnisse könnten eine praktische Anwendung in der In-vitro Fertilisation (IVF) erhalten, meint Spehr in einer Pressemitteilung. Die Substanz könnte jene Spermien herausfinden, die in der Lage sind auf "weibliche" Reize zu reagieren. Diese könnten dann gezielt bei künstlichen Befruchtungen verwendet werden.
Die Forscher haben auch ein Antidot entdeckt. Die Substanz "Undecanal" inhibiert die Kommunikation zwischen Spermien und Eizelle. Sie könnte deshalb in Zukunft benutzt werden, um unerwünschte Schwangerschaften zu vermeiden.
Und das Baby schreit und schreit.....





