4.4.03
ÖKO-TEST April 2003 - Test: Eier
Ach, du dickes Ei
Zu Ostern sind Eier der Kassenschlager. Doch unter der zerbrechlichen Schale lauert nicht nur Cholesterin. In mehr als der Hälfte der Eier steckt ein Stoff, der dafür sorgt, dass der Dotter eine schöne goldgelbe Farbe bekommt. Doch dieser Zusatzstoff ist für Sehstörungen verantwortlich.
Rund 4,8 Milliarden Eier haben die Deutschen im ersten Halbjahr 2001 gekauft und zu Hause verarbeitet. Ob sie im Kuchen landen, als Frühstücksei geköpft oder als Rührei verspeist werden - die meisten Eier wurden in Lebensmittelgeschäften oder direkt beim Erzeuger gekauft. Billiganbieter Aldi bestritt laut der Gesellschaft für Konsumforschung im oben genannten Erhebungszeitraum 16 Prozent des Marktes und nahm umgerechnet lediglich 9,35 Cent pro Ei.
Um auf diesem niedrigen Preisniveau mithalten zu können, muss manch anderer Erzeuger an der Qualität von Futtermitteln, der Tierhaltung und -aufzucht sparen. Die Skandale um Hühnerfutter, das mit Dioxin, PCB, Nitrofen oder Kerzenwachs verseucht war, zeugen davon ebenso wie Legebatterien mit Knastatmosphäre.
Wer Geld mit Eiern machen will, muss viele Eier möglichst billig verkaufen. Dafür braucht er viele Hühner, die möglichst Platz sparend untergebracht und trotzdem gesund sind. Damit das funktioniert, wird in das Futter der Tiere Antibiotika und Parasitenmittel gemischt. Und damit der Verbraucher sich hinterher am appetitlich aussehenden gelbgoldenen Dotter erfreuen kann, wird mit Farbstoffen nachgeholfen - ganz legal. (Weiter...)
Wieder mal ein Test, der zeigt, wie die Massentierhaltung und -produktion einfach passiert und deren Machthalter um jeden Preis den Kunden zufrieden stimmen wollen.
Ein Link dazu aus dem Tagesspiegel.
Und ein Tagebuch eines Weltretters.






