22.4.03
Schön, dass ich kurz nach der Geburt diese postnatale Geschichte hatte - wie sonst kann frau sich auf ein völlig neues Leben und Selbstverständnis einrichten?
Jonathan schläft zwischen 20 und 22 Uhr ein und wacht morgens dann zwischen 6:30 und 7:30 auf. Manchmal bekommt er nachts noch eine Flasche zwischendurch. Ich stehe auf, knuddel den Hund, knuddle das Baby und seh zu, dass die Flasche schnell warm wird. Küchenarbeit währenddessen: Flaschen für den Tag zubereiten, immer schauen, dass der Desinfektionskasten Arbeit hat. Selbst schnell einen Kaffee auf ex trinken. Geschirr vom Abend spülen und wegräumen. Eventuell zwischendrinnen ein paar Happen von dem Brot essen, welches ich entweder schon abends oder nachts vorgeschmiert habe oder jetzt noch schnell mache. Die Tiere schleichen um mich herum und wollen futtern. Wassernapf saubermachen und frisches Wasser reinkippen. Tierchen streicheln, Dosen aufmachen. So bin ich erstmal die Tierchen los, die ansonsten aufdringlich um mich herum wibbeln und Unsinn machen. Dann Flasche nehmen, Sohnemann füttern und mich mehr in ihn verlieben. Sohnemann hat ein Bäuerchen gemacht, also kurz noch durch die Zimmer gehen und alles ansehen, dann aufs Bett legen und die Wasch- und Pflegesachen zurecht legen. Sohn ist wach, satt und drängelt nach Zuwendung und Aktion. ;-) Das Waschen und Anziehen zieht sich über eine Stunde. Soll ja nichts stressig wirken. ;-))) Gegen 9 oder 9:30 dann angezogenen und wachen Jungen in den Tragesack setzen. Vorher nehme ich mir einige Minuten für eine Katzenwäsche, sowas fällt dann in die kleinen Pausen, wenn Joni nachher mal die Augen zumacht.
Sohn umgeschnallt, vorher noch sein 2. Fläschchen bekommen, Hund genommen und an die frische Luft. Sohn dusselt und ruht sich unter der Sonne gelegentlich aus oder schaut sich um. Etwa eine Stunde später sind wir zurück, ich brauche Kaffee!! Sohn bleibt an mir hängen, wenn ich ihn "ablege", wird er wach. Also lieber mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten etwas saubermachen, lüften, Waschmaschine vollmachen und anstellen. Trockner ausräumen. Sohn ist meistens schon bei der Trockneraktion (bücken, drehen.... hui) wach und quengelt, also leg ich ihn aufs Bett und er schaut mir mit viel viel Glück dabei zu, wie ich die Wäsche in den Schrank einräume. Ansonsten hocke/stelle ich mich mit Baby um Bauch und Brust vor dem Rechner. Ihm wird fad und langweilig. Zwischendurch Windel wechseln - Sohnemann meldet sich lautstark. Eigentlich immer, wenn er was gemacht hat. ;)
Jonathan schaut mir auf den Mund, übt Sprechen und kommt auf meinen Schoss. Dann heisst es "Kaffee vorkochen!" und ewig lange Jonathan beschäftigen. Sprich: Mit ihm reden und lachen, durch die Wohnung gehen. Spätestens vor unserem Mittagsspaziergang nehme ich "meine Zeit" und gehe duschen oder was weiss ich. Eine halbe Stunde brauche ich einfach für mich. Wenn Jonathan schreit, sage ich ihm, dass er sich gedulden soll und dass Mama neue Kraft für den restlichen Tag auftanken muss. Ich weiss ganz sicher: Er wird dafür Verständnis haben. :) Sollte Sohn eingeschlafen sein und schaut auch so aus, als würde es noch bleiben, lege ich mich dazu und wir dusseln beide bis er das nächste Startzeichen gibt.
12- 13 Uhr: Mama zieht die 15. Tasse Kaffee weg und macht sich, Hund und das Baby startklar. Umfrachten in den Kinderwagen. Super, mein Rücken dankt's mir!
Dies reicht ja erstmal. Glückliche Gedanken beim Spaziergehen..... "Das wäre schonmal geschafft!" ;-)





