Unverschlossen2


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16.4.03

 
Sohnemann hat superlang geschlafen, ich habe viel nachgedacht und geschlafen. ;-)
Ich stehe nicht wirklich grossartig an anderer Stelle als noch vor Christians Besuch vor-/gestern. Ich glaube, ich habe schon die richtige Entscheidung angegangen, als ich davon ausging, dass ich ihn eine ganze Weile nicht mehr in mein Leben einbringen möchte. Wenn man bereit ist, Kompromisse einzugehen, zeigt man dem Partner auch mit kleinen Gesten, dass er einem wichtig ist. Und ich denke, davon lebt eine Beziehung. Und da bei uns seit 2 Jahren die Distanz immer dazwischen war und ich auch jetzt kein wirkliches Nachgeben bemerke, werde ich noch weiter überlegen müssen, was ich möchte und was ich davon zurückstelle. Gestern war noch alles gut, oder zumindest besser. Aber scheinbar hab ich mich von meinen Gefühlen beirren lassen. Und ich merke auch jetzt mit etwas Bedauern, dass mir diese Unzuverlässigkeit Energie raubt, die ich dafür wirklich nicht habe. Genauer gesagt mache ich mir wieder vermehrt Sorgen, dass Christian vielleicht auf der Fahrt nach Frankfurt was passiert sein könnte. Wieso braucht man sonst 15 Stunden für ganze 580km? Und seltsam muss es doch sein, wenn nichts, aber auch wirklich nie etwas wirklich passt und glatt läuft. Was bin ich froh, dass es mir im Moment wirklich gut geht.
Nachtrag 10:30: Natürlich hat Christian sich nach 18 Stunden Autofahrt für die 580km noch immer nicht gemeldet und ist noch nicht bei seiner Mama angekommen. Dafür hab ich also wirklich keine Energie mehr übrig. :-( Kann er sich überhaupt mal vorstellen, was es heisst, Verantwortung zu tragen? Ich werde wieder sauer also lass ich den Rechner lieber Rechner sein und geniesse stattdessen ein bisschen das schöne Wetter und mein süsses Schreibaby. Schreibaby mit neuer Jacke :) Restposten-Schnäppchen. :)

Ansonsten wieder schöne Sachen gefunden:

Haushaltsorganisation

"Als Beispiel möchte ich gerne mal erzählen, wie ein ADSler (in diesem Falle ich) eine Spülmaschine ausräumt:
Also man öffne die Maschine, nimmt ein Teil heraus und stellt es in den Schrank. Als nächstes findet man eine Vase, die in das Wohnzimmer gehört- also wird sie auch dorthin gebracht. Als man versucht die entsprechende Schranktür zu öffnen, muss man erst mal andere Dinge wegräumen. Unter anderem ein Spielzeug der Tochter, welches sie schon lange sucht also erst mal Spielzeug nach oben ins Kinderzimmer bringen (Spülmaschine steht immer noch unausgeräumt und offen, die Vase steht auf dem Tisch, weil sie schon wieder in Vergessenheit geraten ist, der Schrank ist offen). Oh nein, wie sieht es denn da aus- also ran an die Arbeit und aufräumen. Nach dem Finden von mehreren schon länger vermissten Kleidungsstücken, fällt auf, dass die Waschmaschine mal wieder laufen müsste, also runter in die Waschküche- ach nein, erst mal wieder hoch, die Klamotten mitnehmen und dann in die Waschküche. nun muss erst mal die Waschmaschine ausgeräumt werden (diese Wäsche liegt mindestens schon 24 Stunden nass drin)- ohhh, was ist das, der Trockner ist ja auch noch voll. Jetzt ist nicht nur die Spülmaschine weiterhin unausgeräumt und die Vase mitten im Wohnzimmer, sondern auch das Kinderzimmer "angefangen" , die Waschmaschine angestellt und im Wohnzimmer stapelt sich die Wäsche, die sich im Trockner befunden hat.
............................. so geht es dann weiter.
Nach mehrstündiger harter Arbeit schaut man sich um, was man geschafft hat, leider ist das absolute Chaos zu sehen."


Ein ganz normaler Samstag

"...da Samstag, nach dem Einkauf und Sonntag immer die Tage der Familie und Kids sind, haben die mich natürlich wieder vier Stunden in die Schwimmhalle gezerrt, bis ich Schwimmhäute zwischen den Zehen hatte, die Gott sei Dank wieder verschwunden sind. Mein Sohn mehrmals in lebensbedrohlichen Situationen, weil er nicht an Gefahr glaubt, oder sie nicht wahrnimmt.

Danach zu Mc. Do, was ich überhaupt so hasse, wel es ungeheuer schwer ist, für meinen Hyppie, sich zu entscheiden, und er natürlich nicht bemerkt, wie die Schlange hinter uns kilometerlang wird, und evtl. noch eine Kasse geöffnet wird. Fress- Tüte mit Spielzeug, Tiere, die einem Roboter ähnlich sind und im Dunkeln leuchten, so mußte Boy Co bei Mc. Doof am hellichten Tag einen Platz finden, um zu überprüfen, ob die Teile funktionieren, ich habe am Ende so getan, als ob sie nicht zu mir gehören, nur noch inkognito meine Betreuungspflicht erfüllt, und zwei Cheeseburger in mich hineingedrückt!

Dann sind wir versehentlich an so einem Schaukeldrehteil in der City vorbeigekommen, Boy Co hat mal wieder gegen seine vestibulären Defizite gekämpft und gemeint, er würde es heute ohne "Übergeben" (= Kotzen) schaffen, aber warum haben sie das Ding nicht vor dem Essen entdeckt????
Oder warum bin ich nicht einen Umweg gegangen?
Egal, nun liegt halt etwas aus meinem Sohn in der Hecke.
Und er hat ja noch das Spielzeug, ihm war bis um 21.00 Uhr schlecht, ich war schon halb im Koma, als er noch mit seinem Bauch zu tun hatte.
Als er dann endlich müde wurde, nachdem ich ihm wieder seine Lieblingsgeschichte dreimal vorlesen mußte, war er so nett, mir zu sagen, das ich die tollste Mama auf der ganzen Welt bin....... Honig für meine Seele.
Auch seiner Seele habe ich noch etwas nettes mit in die Traumwelt gegeben.
Und sehr schmusig, mein Liebling.... er ist so süß, es tut so weh, zu sehen, das er "normal" sein will, aber echt nicht kann.

Collins hatte pillenfreies Wochenende, was mal wieder eine echte Herausforderung war, aber ich habe leider momentan so meine Bedenken bei der Gabe von Methylphenidat. Bin sehr verunsichert.
Gleich muß ich zum AsD und mal schauen....was die so sagt, wenn ich Ihr sage, das es eventuell ohne Pille gehen muß, da ich das Risiko nicht tragen kann und will."



 

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