20.6.03
Tausend Dank an die lieben angebotenen Babysitter. Freut mich im nachhinein. Aber ich habe den Abend auch so "geschafft". Jonathan fuchtelt nur noch in seinem Mund herum, gestern hat er mir so fest in die Schulter gebissen, dass ich ihm von jetzt an nach Möglichkeit meine Finger verweigere. Das Gute ist aber, dass er viel schläft.
Also habe ich wieder neuen ausgemisteten Kram in den Keller gebracht. Vielleicht baue ich später noch den Kleiderschrank auf, der zwar etwas wackelig ist, aber doch gut in die freistehende Ecke passen würde.
An die Ruhe
Vom Gruß des Hahns, vom Sichelgetön' erwekt,
Gelobt' ich dir, Beglükerin! Lobgesang,
Und siehe da, am heitern Mittag
Schläget sie mir, der Begeist'rung Stunde.
Erquiklich, wie die heimische Ruhebank
Im fernen Schlachtgetümmel dem Krieger deucht,
Wenn die zerfleischten Arme sinken,
Und der geschmetterte Stahl im Blut liegt -
So bist du, Ruhe! freundliche Trösterin!
Du schenkest Riesenkraft dem Verachteten;
Er höhnet Dominiksgesichtern,
Höhnet der zischenden Natterzunge.
Im Veilchenthal, vom dämmernden Hain umbraust,
Entschlummert er, von süßen Begeist'rungen
Der Zukunft trunken, von der Unschuld
Spielen im flatternden Flügelkleide.
Da weiht der Ruhe Zauber den Schlummernden,
Mit Muth zu schwingen im Labyrinth sein Licht,
Die Fahne rasch voranzutragen,
Wo sich der Dünkel entgegenstemmet.
Auf springt er, wandelt ernster den Bach hinab
Nach seiner Hütte. Siehe! das Götterwerk,
Es keimet in der großen Seele.
Wieder ein Lenz, - und es ist vollendet.
An jener Stätte bauet der Herrliche
Dir, gottgesandte Ruhe! den Dankaltar.
Dort harrt er, wonnelächlend, wie die
Scheidende Sonne, des längern Schlummers.
Denn sieh', es wallt der Enkel zu seinem Grab,
Voll hohen Schauers, wie zu des Weisen Grab,
Des Herrlichen, der, von der Pappel
Säuseln umweht, auf der Insel schlummert.
Bin momentan trotzdem nicht so voller Kraft wie ich es gerne wäre. Das Leben hat mich wieder.
Wenn jemand sagen kann, wielange dieses erste Zahnen ungefähr dauern kann, wär das übrigens extrem super. Sehen kann man direkt noch nichts, aber fühlen.





