27.7.03
Wer hat denn da seinen Gedankenmüll rausgetragen?
Gefunden bei Nachrichten.at, mit Dank an die ADD-de-Liste:
Gibt es ADHS wirklich?
Wenn Kinder "auffallen", ist immer öfter von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) die Rede. Doch gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, die einen ursächlichen Zusammenhang von bestimmten Verhaltensweisen und sog. ADHS-Kindern rechtfertigt.
Vermeintliche ADHS-Kinder leiden nicht unter einer Störung. Vielleicht bevorzugen sie eine andere Art zu denken, aufmerksam zu sein und sich zu verhalten, aber von einer Störung zu sprechen, ist zu viel.
Es geht vielmehr darum, die Einzigartigkeit - manchmal auch die EinzigUNartigkeit - des betroffenen Kindes zu erkennen, zu achten und darauf angemessen zu reagieren, ohne sofort zu schubladisieren oder das Kind als abnormal zu beurteilen.
Unterschiede können ebenso Bereicherungen der menschlichen Vielfalt sein. Wie langweilig wäre es, wären alle Schülerinnen und Schüler gleich. Stellen sie sich vor, alle Menschen wären Blumen. In dieser Phantasie sähe ein "Rosen-Psychiater" alle anderen Blumen als abnorm an, die nicht der klassischen Rose entsprächen. Bei eine Lilie könnte er diagnostizieren: "Das Fehlen sich entfaltender Blütenblätter im Zentrum deutet auf eine Blütenblattmangelstörung hin." Er würdigt dabei nicht die natürliche Schönheit der jeweiligen Blume.
Zurück zu den Kindern: Man sollte sich intensiver um die Stärken und Fähigkeiten und die besondere Intelligenz sog. ADHS-Kinder bemühen, anstatt nach vermeintlichen Mängeln in der Beschaffenheit ihrer Gene oder ihrer Gehirnmasse zu suchen.
Mag. Harald Schindelka ist Schulpsychologe im Landesschulrat OÖ. und flexibler Betreuer im Zentrum Spattstraße, Linz.
OÖNachrichten vom 26.07.2003





