11.9.03
Wie geht es mir heute? Die Knochen tun weh, der Rücken zickt herum, ich war reichlich mit Hunden und Baby unterwegs. Und heute war ein schöner Tag - immerhin haben Jonathan und ich ständig Kitzelein gehabt, haben beide viel zum Lachen gehabt. Langsam meine ich, dass man mich für ungewöhnlich halten könnte, dabei habe ich riesen Spass. 5-Meter-Blitzrennen mit dem Kinderwagen, Gehüpfe und Gesinge mit Sohn auf dem Arm und Tralala. Dass mir das Leben als Mutter so gefällt, hätte ich mir in dieser Form mit dieser Intensität nicht ausmalen können.
Die letzten Tagen, die ich wieder alleine mit Jonathan zusammen bin, nagen schon an mir. Ich kriege mit, was es heisst, alleinerziehend zu sein, weg von der Familie. Einen lieben Drücker für alle Mamas und Papas, die ihr Leben so leben. Und ein Lächeln für Kinder mit Mama und Papa im Haus.
Den ganzen Tag das Baby dabei, das viel Aufmerksamkeit benötigt und die auch gerne von mir bekommt. Alles andere frisst die Energie: Einkaufen mit Baby und den passenden Moment dafür abwarten. Termine (Therapie, Bank) einhalten, mit Baby. Alle 4 Stunden mit den Hunden rausgehen. Die Wohnung sauberhalten, das ist am zeitaufwendigsten. Baby umgeschnallt, Rückenschmerzen, Jonathans Grabbelfinger in meinen Haaren und bei dem, was ich mache. Ich will nicht meckern, es ist so wie es ist. Aber plötzlich als Alleinunterhalter zu funktionieren, den Alltag auf die Reihe zu bekommen, Ordnung zu halten, ist schon ein Unterschied zu meinem Leben "davor", als ich nicht einmal meine wenigen eigenen Sachen auf die Reihe bekommen habe. Heute klappt's.
Nähe? Die Distanzbeziehung ist eigentlich auch nicht das Problem, nur sind leider die "Zwischenzeiten" sehr sehr lang. Ich frage mich, ob am anderen Ende ankommt, dass es wirklich nicht alles so leicht ist. Nicht, weil ich es nicht besser hinbekomme und nicht, weil ich den Tag umständlich plane. Aber eh schon zu viel geschrieben. Musste bisschen Gedanken loswerden bevor ich mich zum Einschlafen hinlege. Getan. Gute N8. (-.-)Zzz





