10.10.03
Irgendwie wird nichts besser. Mein Sohn gönnt mir noch immer kaum Schlaf und ich suche nach noch mehr Kraftreserven, die mich durch die nächsten Tage bringen. Wir sind immer noch krank und husten, schnupfen und fiebern uns gegenseitig was vor. Meine Geräuschkulisse ist unverändert, links das Mückensurren, rechts die beiden schneidenen hellen Töne. Ich versuche sie zu ignorieren, was vielleicht bei manchem erfolgreich ist, bei mir jedenfalls nicht. Spätestens abends oder wenn der Kleine sein Schläfchen hält, find ich alles, nur keine Ruhe. Aber ich habe heute nacht geschlafen, es könnte sicherlich schlimmer sein.
Manchmal frage ich mich, was mich davon abhält, in dieses tiefe Loch der Depression zu rutschen. Ich habe keine Ahnung und das macht mir irgendwie neue Angst. Schade, dass die Herbstferien so viel freie Zeit haben - Babygruppe ist nicht, VT macht auch Urlaub. So frage ich mich also nicht, welchen Wochentag wir haben oder welches Datum, weil es mir eh egal sein kann. Am liebsten würde ich mich gar nichts mehr fragen. Könnte ich mein Leben anders leben, ich würde nur kurz zögern. Ehrlich.





