29.1.04
Burnout
Burnout
Ausgebrannt - Feuer.
Ich denke an ein Haus,
das ausgebrannt ist.
Leer bleiben die Räume zurück.
Wer hat das Feuer entfacht?
Wer hat versäumt, es zu löschen?
Hat sich das Feuer, das eigentlich
die Räume des Hauses erwärmen sollte,
gegen das Haus gewandt
und hat es verbrandt?
Burnout ist die Folge von...
Ich bin ausgebrannt, weil...
ich alles gegeben habe für andere
und für mich nichts mehr blieb.
Weil ich alle meine Grenzen
überschritten habe.
Ich habe mich verausgabt,
bin aufgegangen in der Einfühlung
in den anderen.
Es ist eine Gabe,
daß ich das kann,
es hat sich gegen mich gewandt,
ich bin zu weit gegangen,
ich habe übertrieben.
Warum mache ich das?
Denke ich, weniger wäre nicht genug?
Habe ich das Skript: Ich bin, wenn ich gebe?
und "ich darf nicht nehmen?"
Ich darf nicht "nein" sagen.
Was hindert mich, für mich gut zu sorgen?
Bin ich ein hilfoser Helfer?
Die Arbeit ist wie ein Ungeheuer,
das alles ergreift und auffrißt.
Ich bin das Ungeheuer.
Ich verbrauche, verbrenne alle Energie.
Ich habe keine Tankstellen,
um neue Energie zu bekommen.
Pausen gönne ich mir im Schlafen,
aber wenn die Schlaflosigkeit mich erfaßt,
ist auch das vorbei.
Dann verfolgt mich die Arbeit auch nachts.
Obsessive Gedanken haben Besitz ergriffen von mir!
Ich muß umkehren,
Ich muß das in die Hand nehmen.
Ich muß meine Zeit anders strukturieren.
Ich muß mehr haushalten mit meinen Kräften.
(Dagmar Greitemeyer)






